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Öffentlicher Abendvortrag



 

Vortrag zu den Ausgrabungen St. Remigius hervorragend besucht –
Geschlecht und Sterbealter der Sarkophag-Toten inzwischen bekannt


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Dass die neuen Entdeckungen und Erkenntnisgewinne rund um die Remigiuskirche in Nieder-Ingelheim interessieren und faszinieren, davon zeugte die mit 400 Zuhörern bis über den letzten Platz hinaus gefüllte Kirche beim öffentlichen Abendvortrag am 5. März. Die Forschungsstelle Kaiserpfalz konnte, nachdem in der Woche zuvor erstmals Ergebnisse der Ausgrabungen in den Medien bekannt gegeben worden waren, mit nochmals neuen Informationen aufwarten.

Die Untersuchung am Knochenmaterial der in den Sarkophagen bestatteten Individuen förderte zu Tage, dass mindestens eine, vielleicht drei der Verstorbenen weiblichen Geschlechts sind und dass zwei der hier Bestatteten im Kindes- oder Jugendalter verstorben sind. Damit, so Forschungsleiter Holger Grewe, ist es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auszuschließen, dass in den Sarkophagen geistliche Würdenträger beigesetzt wurden. Vielmehr deutet der Gesamtbefund auf Stifter oder hohe Funktionsträger der hochmittelalterlichen Gesellschaft Ingelheims hin. Außerdem lagen in einem Sarkophag nicht wie bisher vermutet zwei Individuen, sondern mindestens drei. Die neuesten Ergebnisse stammen aus der anthropologischen Abteilung der Landesarchäologie und von der Gerichtsmedizin der Universität Salzburg, die mit DNA-Analysen beauftragt ist.

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Oberbürgermeister Ralf Claus und Pfarrer Tobias Schäfer freuten sich, eine so zahlreiche Zuhörerschaft begrüßen zu können. In den nächsten Wochen solle sondiert werden, ob eine Präsentation der Fundstelle an der Remigiuskirche möglich ist. Dass die reichen Funde und die ungewöhnlich gute Überlieferungslage dies rechtfertigen, daran besteht nun kein Zweifel mehr.





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