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Am 18. August 2019 eröffnet die Forschungsstelle Kaiserpfalz der Stadt Ingelheim feierlich ihre erste Ausstellung im neuen „Kunstforum Ingelheim – Altes Rathaus“. Vom 20. August bis zum 20. November können Besucher*innen dort in die Welt des Mittelalters eintauchen.


Die Sonderausstellung „Der charismatische Ort. Stationen der reisenden Könige im Mittelalter“ wird das bislang in keiner Ausstellung betrachtete Phänomen des Versammlungswesens sowie die Herrschaftsorte des Mittelalters beleuchten. „Der charismatische Ort“, das ist die unter Karl dem Großen in Ingelheim erbaute Pfalz. Sie wurde nach antiken Vorbildern am Ende des 8. Jahrhunderts errichtet und spielte rund 300 Jahre lang eine zentrale Rolle für die mittelalterlichen Herrscher der Karolinger, Ottonen, und Salier. „Die Stationen“, das sind Herrscherorte, an denen sich die die höchsten Amts- und Würdenträger trafen, um in politischen, rechtlichen und militärischen Fragen Einigung zu erzielen, kurz: um Politik zu machen. So betrachtet ähnelten die mittelalterlichen Reichsversammlungen, Hoftage oder Synoden einem heutigen EU-Gipfel.

Foto: Forschungsstelle Kaiserpfalz | © 

Die Ausstellung „Der charismatische Ort. Stationen der reisenden Könige im Mittelalter“ wird der Frage nachgehen, welche Rolle die in Ingelheim und anderen Pfalzorten wie Aachen oder Paderborn abgehaltenen Versammlungen für Kaisertum und Königsherrschaft spielten. Wie funktionierte damals Politik? Welche Regeln gab es? Um Antworten darauf zu finden, wurde in Zusammenarbeit mit dem Historiker Prof. Dr. Caspar Ehlers (Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte, Frankfurt/Main) ein Konzept entworfen, das die Besucher*innen chronologisch vom 6. bis 12. Jahrhundert durch die Welt des Reisekönigtums führt. Gleichzeitig wird über sogenannte Leitthemen ein zeitenunabhängiger, übergeordneter Zugang ermöglicht: Die drei Schwerpunkte „Mobilität“, „Versammlungswesen“ sowie „Raumbeherrschung“ werden die Wesensmerkmale der mittelalterlichen Regierungspraxis verdeutlichen.


Foto: Repliken der Reichsinsignienz | © 

Zahlreiche hochkarätige Exponate, an denen im Mittelalter die königliche Aura der Regierungselite festgemacht wurde, führen die damalige Pracht und Machtdemonstration vor Augen. Zu den Höhepunkten der Ausstellung gehören qualitätsvolle Repliken von Krone, Reichsapfel, Zepter und Heiliger Lanze. Diese so genannten Reichsinsignien der römisch-deutschen Kaiser zählen zu den bedeutendsten Zeugnissen des mittelalterlichen Versammlungswesens.


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Der Solidus Karls des Großen: Vorder- und Rückseite der Goldmünze

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