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Exponate aus der Ingelheimer Kaiserpfalz auf dem Weg zu Aachener Karls-Ausstellung


Exponate für die Aachener Karls-Ausstellung | © 

Am 19. Juni starten die drei großen Aachener Ausstellungen zum Karlsjahr 2014 unter dem gemeinsamen Titel „Macht – Kunst – Schätze“. Pünktlich einige Tage vor Ausstellungsbeginn traten die Ingelheimer Leihgaben für den Ausstellungsteil „Orte der Macht“ im Historischen Rathaus ihre Reise nach Aachen an. Die Ingelheimer Kaiserpfalz Karls des Großen wird dort neben den Pfalzen Aachen, Nimwegen und Paderborn als ein Ort der Macht im Reich des Frankenkaisers präsentiert. Diese vier Pfalzen zählen zu den wichtigsten Bauprojekten des großen Karolingers. Ingelheim und Aachen nehmen hierin nochmals eine Sonderstellung ein, da ihre Bauweise durch besondere Architekturmerkmale gekennzeichnet ist: Nachdem Karl durch seine Reisen und Eroberungen die Pracht der langobardischen und antiken Herrscherpaläste im heutigen Italien kennen lernte, errichtete er seine Pfalzgründungen in Aachen und Ingelheim als monumentale, repräsentative Großbauten mit symmetrisch harmonischen Grundrissen und kostbaren Schmuckelementen. Zeugnis hierüber liefern die Ingelheimer Exponate in „Orte der Macht“. Es handelt sich um eine Säulenbasis, die 1914 bei Ausgrabungen in der Kaiserpfalz gefunden wurde und die das Vorhandensein eines antik anmutenden Säulengangs in der Ingelheimer Pfalz belegt. Geschmückt waren die Säulen mit aufwändig gearbeiteten, oft aus römischen Bauten entlehnten Kapitellen. Als Beispiel hierfür geht ein Ingelheimer Kapitellfragment römischen Ursprungs nach Aachen. Beide Stücke sind Leihgaben des Historischen Vereins Ingelheim und normalerweise in der Kaiserpfalz-Dauerausstellung im Museum bei der Kaiserpfalz zu sehen.

Unter den weiteren Leihgaben, die aus dem Fundarchiv der Forschungsstelle Kaiserpfalz Ingelheim stammen, befinden sich Stuckaturen, Wand- und Bodenplatten sowie bemalter Wandputz, die ebenfalls die kostbare Ausstattung der Ingelheimer Kaiserpfalz dokumentieren. Ergänzend zu den Fundstücken werden in der Aachener Ausstellung Bilder der digitalen Rekonstruktion der Pfalz Ingelheim zu sehen sein, die die Exponate in den Gesamtzusammenhang des Großbaus einordnen und vor dem Auge des Betrachters ein fotorealistisches Bild der Palastanlage entstehen lassen.

Zur Ausstellung „Orte der Macht“ erscheint am 20. Juni ein reich bebilderter Katalogband. Die darin enthaltenen Beiträge zu Ingelheim, verfasst von Holger Grewe M.A., Dr. Britta Schulze-Böhm und Dr. Caroline Gerner, beschreiben die Ingelheimer Exponate in der Ausstellung und stellen den Pfalzbau Karls des Großen mit seinen kennzeichnenden Elementen vor, zu denen u.a. die Thronhalle, der Halbkreisbau und das Fernwasserversorgungssystem gehören. Insgesamt illustriert der Katalog mit etwa 300 Objekten das höfische Leben der Karolingerzeit. Er zeigt den von Pfalz zu Pfalz reisenden König und Heerführer, skizziert anhand von archäologischen Zeugnissen die materiellen Grundlagen seiner Herrschaft und gibt einen Eindruck von den Vorbildern, die diesen dazu motivierten, in Aachen und anderorts einen „Ort der Macht“ zu errichten.

Die Ausstellung „Orte der Macht“ wird bis zum 21. September zu sehen sein. Danach werden die Ingelheimer Exponate zurück kehren und die hiesige Karlsausstellung „Prachtort“ bereichern, die derzeit von der Forschungsstelle Kaiserpfalz vorbereitet wird und ab dem 9. September im Museum bei der Kaiserpfalz zu sehen ist. Alle Informationen zu dieser und den beiden weiteren Sonderausstellungen zum Karlsjahr in Ingelheim „Personenkult“ und „Pfalzansichten“ sind unter www.karlsjahr2014-ingelheim.de zu finden.

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Der Solidus Karls des Großen: Vorder- und Rückseite der Goldmünze

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